Überraschung an der Elbe bleibt aus

Die 99ers unterlagen am letzten Samstag der BG Baskets Hamburg mit 80:58 nachdem sie zuvor in Halbzeit eins mit einer unglaublichen Teamleistung ein 36:36 Unentschieden in die Halbzeitpause nehmen konnten.


Die Hanseaten suchten nach den zuletzt zwei verlorenen Spielen ein Erfolgserlebnis und die Rheinländer, die gerade einmal mit 5 Spielern antreten konnten, schienen der ideale Aufbaugegner dafür zu sein.
Auch wenn das Endergebnis am Ende deutlich zugunsten der Gastgeber ausfiel, so waren die Kölner alles andere als eine leichte Beute. Mit Patrick Richter, Gabriel Kasapoglu, John McPhail, Ramo Rekanovic und Jaime Mazzi war die Entscheidung der Starting Five schnell getroffen. Headcoach Martin Otto stellte die Mannschaft optimal auf die Situation ein und das Team setzte die taktischen Vorgaben optimal um.


Für die BG Baskets war es naheliegend, den kleinen Kölner Kader mit einer Ganzfeldpresse mürbe zu machen und so den erhofften Sieg einzufahren. Doch Köln wehrte sich und zeigte mit einer tollen Teamleistung, was in diesem Team steckt. Ungeachtet der vielen Unruhen im Kader in den letzten Wochen harmonierten die 5 Spieler bestens und hatten immer wieder die richtige Antwort parat. Zunächst ging die BG mit zwei schnellen Punkten in Führung. Doch die Antwort der Kölner ließ nicht lange auf sich warten, Jaime Mazzi legten den ersten seiner 3 Dreier in die Reuse der Hamburger und Ramo Rekanovic erzielte nach erfolgreichem Korbleger die erste Führung für sein Team. Nun war es ein offener Schlagabtausch doch gegen Ende des ersten Viertels zogen die Hamburger mit 22:15 leicht davon. Doch Köln blieb davon unbeeindruckt. Mit Anpfiff des zweiten Viertels kämpften sie sich wieder auf 22:20 heran und ließen sich fortan auch nicht mehr abschütteln. Im Gegenteil, die Gastgeber die immer wieder vorlegten fanden kein Mittel den quirliegen John McPhail zu stoppen, der dadurch viele Freiräume für seine Teamkollegen schaffte. Als zum Ende der ersten Halbzeit ein 36:36 auf der Anzeigentafel erschien, waren doch alle etwas verwundert und die zahlreich anwesenden Zuschauer in der Halle Inselpark sehr leise geworden.


Den Kölnern war natürlich bewusst, dass die zweite Halbzeit noch schwierigen werden würde. Angesichts des hohen Tempos im ersten Durchgang ließen im Verlauf der nächsten 20 Minuten auch die Kräfte nach und Hamburg kam deutlich besser in die Partie. Die Halbzeitansprache dürfte der Hamburger Coach Holger Glinicki richtig gewählt haben. Sein Team kam deutlich entschlossener aus der Kabine und legte mit einem 27:6 im 3.Viertel den Grundstein für den späteren Sieg. Im Verlauf der letzten 10 Minuten präsentierten beide Teams mit einem 18:15 eine ausgeglichene Partie, die am Ende mit 80:58 für die Gastgeber ausging.


Die Domstädter konnten aber angesichts der tollen Leistung erhobenen Hauptes die Rückreise antreten und haben im Zusammenspiel wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nächste Woche Samstag kommt mit dem deutschen Meister eine erneut große Herausforderung beim Heimspiel auf die Kölner zu.
Korberfolge auf Kölner Seite: Patrick Richter (2), Gabriel Kasapoglu, John McPhail (18), Jaime Mazzi (18/3), Ramo Rekanovic (18).


Die komplette Statistik zum Spiel können Sie unter www.keyscout.de einsehen.