Köln 99ers vergeben Chance auf eine Überraschung

Am 12. Spieltag mussten die 99ers in Zwickau antreten und steckten eine vermeidbare 73:61 Niederlage ein. Unterm Strich ist aber eine erneute Leistungssteigerung erkennbar und macht wieder etwas Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf.

 

Wie so oft in dieser Saison konnten die Domstädter nicht komplett antreten, da in diesem Fall Patrick Richter krankheitsbedingt die Reise nach Zwickau nicht antreten konnte. Zudem war Headcoach Martin Otto beruflich verhindert. Erfreulicherweise waren John McPhail und Ramo Rekanovic wieder im Kader und boten gleich eine gute Partie.

 

 

Nach der langen Anreise stotterte der Kölner Angriffsmotor in den ersten Minuten. So konnten die Gastgeber bis zur 5. Minute und bis zum 10:2 ein erstes Polster aufbauen, bevor über Tommi Gray mit dem 10:4 der Anschluss gelang. Bis zum Viertelende gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. Mit sehenswerten Aktionen hielten die Domstädter nun mit. Bis zum Viertelende konnten sie jedoch den Rückstand aus den ersten Minuten nicht wettmachen.

 

So ging es mit 18:10 ins nächste Viertel. Köln erzielte über John McPhail 4 schnelle Punkte und verkürzte den Rückstand zum 18:14. Den Zwickauer Konter zum 22:14 beantwortete Jaime Mazzi mit dem ersten seiner 3 Dreier an diesem Tag. Doch nach dem 23:19 waren es unnötige Ballverluste und überhastete Würfe auf Seiten der Kölner die dem Gastgeber einen 8:0 Lauf zum 31:19 bescherten.

 

Mit dem 12-Punkte Rückstand ging es dann auch in die Kabine. Hier waren die Fehler schnell analysiert und das Team kam hoch motiviert aufs Parkett zurück. Zunächst erzielte der Zwickauer Routinier Rostislav Pohlmann seinen 14. von insgesamt 32 Punkten an diesem Tag, ehe die Kölner mit einem 6:0 Lauf über Ramo Rekanovic und John McPhail den Rückstand auf 33:25 verkürzten. Leider brachten sich die 99ers erneut durch Unkonzentriertheiten in der Verteidigung um den Lohn der guten Offensive und ließen im Gegenzug einen 6:0-Lauf der Zwickauer zu. In der Folge stellten die Rheinländer ihre Verteidigung um und kamen so zu einigen Ballgewinnen. Im Angriff wurde mit geduldig ausgespieltem Passspiel der freie Spieler gefunden und erfolgreich abgeschlossen. Gabriel Kasapoglu nutzte die Gelegenheit, dass die Zwickauer Verteidigung ihn unbeachtet ließ und netzte gleich zweimal hintereinander zum Zwischenstand von 48:37 ein. Jetzt blieben die Kölner weiter am Drücker und konnten über Tommie Gray und Jaime Mazzi den Rückstand bis zum Viertelende bis auf 52:45 weiter verkürzen. Obwohl die 99ers dieses Viertel 21:26 für sich entscheiden konnten, versäumten sie es in den Phasen, in denen man teilweise bis auf 4 Punkte herangekommen war, die vorhandenen Chancen zur Führung im Spiel zu nutzen.

 

Auch im letzten Viertel zeigten die Kölner eine starke Leistung und hätten mehrfach die Gelegenheit gehabt, die Partie zu drehen. Immer wieder kämpften sie sich bis auf 4 Punkte heran. Leider sollte an diesem Spieltag die Überraschung ausbleiben. Zwei Minuten vor Ende der Partie musste zudem Ramo Rekanovic mit 5 Fouls auf der Bank Platz nehmen. Dies nutzten die Gastgeber zur weiteren Ergebniskorrektur und zum Endstand von 73:61.

 

Für die Köln 99ers bleibt trotz der Niederlage der positive Aufwärtstrend festzuhalten. Zudem ist durch den Heimerfolg der Hannoveraner gegen Frankfurt der Kampf um den Klassenerhalt nochmal deutlich offener geworden.

 

Am nächsten Samstag haben die Domstädter die Gelegenheit vor heimischer Kulisse im Spiel gegen Hamburg erneut nachzulegen und ihr Zusammenspiel zu optimieren.

 

Das Spiel in der Übersicht

BSC Rollers Zwickau vs. RBC Köln 99ers

 

73:61 (18:10 / 13:09 / 21:26 / 21:16)