Selbst um den Sieg gebracht

Am Ende mussten sich die 99ers in München mit 86:80 geschlagen geben. Eine starke erste Halbzeit und ein gutes Schlussviertel waren nicht genug, um die Punkte vom USC zu entführen. Dabei schien alles gut zu laufen. Die 99ers starteten konzentriert in die Partie und agierten auf Augenhöhe mit den Hausherren. Insbesondere Ramo Rekanovic war nicht zu stoppen und erzielte hochprozentig in Folge die ersten 10 Punkte für seine Farben. Bis zu diesem Zeitpunkt wechselte die Führung ständig zwischen den Teams. Mit einem sehenswerten Abschluss und einem daran anschließend

verwandelten Freiwurf, läutete John McPhail einen 9:2 Lauf ein. Jaime Mazzi versenkte mal gleich zwei lupenreine 3er Würfe in der Reuse der Hausherren zum 14:19. Bis zur 1.Viertelpause hatten aber Kim Robins und Suad Sutic auf Münchener Seite wieder eine 24:22 Führung zurück erobert. In den ersten Minuten des zweiten Viertels boten sich beide Teams nun einen offenen Schlagabtausch  bei dem die Führung erneut mehrmals wechselte. Kurz vor der Halbzeitpause konnte sich Gabriel Kasapoglu nach gutem Zuspiel von Ramo zum 40:43 in der Scorerliste eintragen und eine leichte Führung sichern. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte die Führung für Köln deutlicher ausfallen können, wenn nicht gar müssen. Viele unnötige Turn-Over und vergebene leichte Würfe verhinderten dies jedoch, was sich später noch rächen sollte.

 

Nach dem Seitenwechsel eroberte sich München mit viel zu einfachen Punkten die Führung zurück. Zunächst konnte Köln darauf über Jaime Mazzi zum 44:45  antworten. Doch in der Folge war die Kölner Defense komplett aufgelöst. Mit einem 14:0 Lauf zogen die Bayern vorentscheidend zum 58:45 davon. Letztlich kamen die 99ers in diesem Durchgang auf magere 6 Punkte und ließen gleichzeitig 30 Punkte im eigenen Korb zu. Beim ernüchternden Spielstand von 70:49 ging es ins letzte Viertel und die Partie schien bereits vorzeitig endschieden.

 

Doch die Domstädter wollten sich noch nicht geschlagen geben und wie schon zu Spielbeginn war es Ramo Rekanovic, der mit 7 Punkten in Folge die Aufholjagd startete. Auch John McPhail brachte die Münchener Defense ein ums andere Mal in Probleme und konnte nur durch Fouls gestoppt werden. Die zugesprochenen Freiwürfe verwandelte der Australier an diesem Tag mit 7 von 7 Würfen zu 100%. Der Münchener Headcoach hatte das Spiel wohl schon als Sieg verbucht und ließ nun seine Bankspieler auflaufen. Doch nach kürzester Zeit schmolz der Vorsprung, so dass die Starting-Five der Gastgeber es wieder richten sollte. Doch die Kölner waren nicht mehr zu stoppen. Insbesondere Frederic Jäntsch erzielte im Schlussspurt 12 Punkte aus der Distanz, inklusive einem wilden 3-Punkte Wurf. Mit weiteren Punkten von Lars Bergenthal und John McPhail keimte bei den Kölnern wieder Hoffnung auf. So kamen die 99ers zwar bis zum Schlusspfiff bis auf 86:80 heran, aber man konnte das katastrophale 3. Viertel nicht mehr wettmachen.

 

Am Ende rollten die 99ers wieder mit leeren Händen vom Parkett und müssen sich weiter auf das alles entscheidende Spiel am 27.Februar in Frankfurt konzentrieren. Die Frankfurter hatten bereits in den frühen Morgenstunden den Spieltag gegen Kaiserslautern eröffnet und mit 49:97 verloren.

 

Am 20. Februar sind die Rolling Devils dann auch der nächste und letzte Gegner der Saison in der Heimspielstätte am Bergischen Ring. Wir zählen dabei auf unsere Fans, die uns hoffentlich zahlreich unterstützen werden. Nach dem Spiel laden wir alle Zuschauer ein, dank einer großzügigen Spende der Kölner Traditions-Brauerei Gilden Kölsch, bei Freibier die Saison ausklingen zu lassen.

 

 

Köln 99ers

Bergenthal 6, O’Kelly-Kennedy, Kasapoglu 2, Rekanovic 23, McPhail 11, Mazzi 14/2, Gray 5, Jäntsch 16/1