Erfolgreich in der Euroleague

Die Köln 99ers sind erfolgreich von der Euroleague-Qualifikation aus Toulouse zurückgekehrt. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen landet das Team von Headcoach Martin Otto, für den das Turnier in Toulouse sein offiziell letzter Auftritt als Coach im Rollstuhl Basketball war, auf Platz 3 des Vorrundenturniers und qualifiziert sich für die Endrunde in Banja Luka / Bosnien.

 

Die Reise nach Frankreich war für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung und die Mannschaft hat auch in diesem Turnier erneut eine tolle Moral und Kampfgeist gezeigt. Krönender Abschluss war die Berufung von John McPhail ins Allstar-Team des Turniers.

 

In der ersten Partie des Turniers mussten die 99ers gegen den späteren Gruppensieger Ilan Ramat Gan aus Israel antreten. Während die Domstädter in den ersten drei Vierteln noch mit 14:17, 16:20 und 22:24 mithalten konnten, zog das Team aus Israel im letzten Viertel unaufhaltsam mit 8:20 davon. Im zweiten Spiel des Tages ging es dann gegen den Gastgeber aus Toulouse. Auch hier begannen die 99ers vielversprechend und konnten mit dem Gegner auf Augenhöhe agieren. Nach 10 Minuten lag man lediglich mit 17:18 in Rückstand. Leider gelang dies im 2. Viertel nicht mehr und man musste den Gastgeber bis zum Pausentee bis auf 26:37 davonziehen lassen. Doch das Kölner Team gab zu keiner Zeit auf und kämpfte sich nach dem Seitenwechsel wieder bis auf 46:51 heran. Leider gelang es nicht mehr, die Wende im Schlussviertel herbei zu führen. Am Ende siegten die Franzosen mit 65:73.

Mit den beiden Niederlagen standen die Domstädter am zweiten Turniertag bereits unter Zugzwang,  die noch ausstehenden Spiele gegen CAP-SAAA aus Paris und BasKi aus Sankt Petersburg gewinnen zu müssen, um sich den Einzug in das Finalturnier zu sichern.

 

Zunächst musste am Samstagmorgen also ein Sieg gegen Paris her. Die 99ers starteten unkonzentriert in diese wichtige Partie und mussten zunächst nach 10 Minuten einen 8:12 Rückstand hinnehmen. Erst im Verlauf des zweiten Viertels hatten sich die Kölner der schnellen und aggressiven Spielweise der Franzosen angepasst, boten nun entsprechend Kontra und kamen zu schön herausgespielten Punkten. Bis zum Pausenpfiff war das Spiel mit 26:22 zugunsten der Kölner gedreht. Auch das dritte Viertel ging, wenn auch nur knapp, mit 16:15 an die Domstädter. Im letzten Spielabschnitt ließ man sich dann auch nicht mehr von der hektischen Spielweise der Franzosen aus der Ruhe bringen und fuhr ein souveränes 24:17 Viertel zum Endstand von 66:54 ein.

Damit war die Grundlage geschaffen, um die Chance auf Platz 3 zu wahren. Nun musste ein weiterer schwerer Brocken mit dem Team aus Sankt Petersburg besiegt werden. Motiviert durch den Sieg gegen Paris starteten die Domstädter sehr gut in die Partie und konnten BasKi ordentlich unter Druck setzen. Das Resultat war eine Führung zum 15:10 am Ende des ersten Viertels. Die 99ers hielten die Intensität in der Verteidigung weiter aufrecht. Auch wenn der Gegner nun in den nachfolgenden Vierteln mit 15:17 und 19:18 immer besser ins Spiel kam. Die Früchte ernteten die Kölner im Schlussspurt, BasKi musste dem hohen Tempo Tribut zollen und kam lediglich auf magere 6 Punkte, während die Kölner mit 18 Punkten zum Endstand von 67:51 enteilten.

 

Die Freude über die Qualifikation für das Finalturnier Ende April im bosnischen Banja Luka war dann entsprechend riesig. Dort treten die Köln 99ers in einem Teilnehmerfeld von 8 Teams in der Gruppenphase gegen Beit Halochem Haifa (Israel), Bidaideak Bilbao BSR (Spanien) und TSK Rehab Merkezi E.S.K. (Türkei) an.

 

Die Köln 99ers bedanken sich besonders bei der Kämpgen Stiftung, die mit ihrer Förderung die Teilnahme an diesem Turnier erst ermöglicht hat.