Köln 99ers verpassen nächste Pokalrunde

Was ein rabenschwarzer Tag für die 99ers, die sich zunächst noch mehr oder weniger glücklich gegen die Rahden 96 Baskets in letzter Sekunde mit einem Buzzer Beater (53:51) durch Nao Murakami ins Tagesfinale retten um dann kopflos den Einzug ins Achtelfinale gegen den ASV Bonn (48:54) zu verschenken!

 

Im ersten Spiel des Tages zeigten die mit viel Herzblut agierenden Rahdener eine Topleistung und gingen immer wieder verdient in Führung. Nach gespielten 10 Minuten lagen die 99ers mit 12:13 zurück. Wer nun eine entsprechende Reaktion auf Seiten der Kölner erwartete, sah sich im zweiten Viertel enttäuscht. Die tonangebende Mannschaft waren weiterhin die Baskets. Die Kölner schafften es bis zur Halbzeitpause lediglich 6 magere Punkte zu erzielen. Auf der anderen Seite waren es insbesondere Martin Steinhart und Mark Beissert, die für ihre Farben scheinbar mühelos einnetzten. 

 

Nach dem Seitenwechsel mussten die 99ers somit einen 18:28 Rückstand aufholen. Die Pausenansprache schien seine Wirkung zu zeigen. Köln agierte nun deutlich konzentrierter in der Verteidigung und lies erst nach 7 Minuten den ersten Korb der Baskets zu. Das Viertel wurde dann auch entsprechend deutlich mit 15:7 gewonnen. Somit ging es ins Schlussviertel mit einer weiterhin knappen Führung von 33:35 für die Rahdener. Nun lief der 99es Motor deutlich runder und mit einem 8:2 Lauf binnen zwei Minuten war dann auch die ersehnte Führung zum 42:37 erzielt. 

 

Doch die Rahdener ließen sich davon überhaupt nicht entmutigen. Im Gegenteil, das Spiel wurde nun noch spannender und spätestens mit dem Ausgleich zum 51:51 in der letzten Spielminute ein wahrer Krimi. Glücklicherweise hatte Köln noch wenige Sekunden für den letzten Angriff, den Nao Murakami dann mit einem Buzzer Beater zum 53:51 verwandelte.

 

Die Kölner Akteure schienen völlig abwesend und von der Rolle. Kaum ein sauber ausgespielter Spielzug kam zustande und auch die Defence, die in den letzten Spielen sehr gut funktionierte, war heute löchrig wie ein Schweizer Käse. All diese Punkte wurden entsprechend zwischen den beiden Spielen angesprochen, um es dann möglichst im Tagesfinale gegen den ASV Bonn abzustellen.

 

Entsprechend konzentrierter gingen die Kölner, die an diesem Pokalspieltag auf Mari Amimoto verletzungsbedingt verzichten mussten, nun zu Werke und es entwickelte sich eine spannende Partie gegen den ASV Bonn, die zuvor Gastgeber Hannover United aus dem Rennen geschickt hatten. Im ersten Spielabschnitt war es Mareike Miller die für Köln 11 der insgesamt 13 Punkte des Viertels erzielte. Doch Bonn war der erwartet schwere Gegner, der sich im zweiten Viertel immer wieder herankämpfte, so dass die Führung zwischen den rheinischen Kontrahenten mehrfach wechselte. Trotz der 28:25 Halbzeitführung konnte Headcoach Mathew Foden mit der Leistung seiner Schützlinge an diesem Tag nicht zufrieden sein. Zu viele vergebene Chancen, überhastete Aktionen und eine katastrophale Trefferquote verhinderten eine klarere Führung der 99ers. 

 

Nach dem Seitenwechsel legte dann der ASV mit einem 8:0 Lauf den Grundstein für den späteren Sieg. Köln schien noch gedanklich in der Kabine zu verweilen und brauchte 3 Minuten um die ersten Punkte zu erzielen. Folgerichtig ging das 3. Viertel mit 17:10 an die Bonner und mit einer 42:38 Führung für Bonn ging es dann in die letzten 10 Minuten. Die Domstädter kämpften sich zwar bis zur 32. Minuten zum 44:44 heran aber Bonn spielte das Spiel dann auch clever herunter und war am Ende mit 54:48 der glückliche Gewinner.

 

“Wir haben heute gegen zwei Teams gespielt, die einfach besser waren als wir. Unser Einsatz war ordentlich, da gibt es nichts zu meckern aber unsere Körpersprache, unsere Entscheidungen, unser Mannschaftsspiel, die Kommunikation und unsere Konzentration waren einfach nicht auf dem Niveau, das wir bisher in dieser Saison gezeigt haben. Im ersten Spiel gegen Baskets 96 Rahden haben wir uns in der zweiten Halbzeit gesteigert und einen 10-Punkte-Rückstand noch mit dem Buzzer umgebogen. Gegen Bonn waren wir leicht verbessert, haben aber nie unseren Rhythmus gefunden und das hat Bonn ausgenutzt. Wir wünschen Bonn viel Glück in der nächsten Runde. Ich bin enttäuscht, dass wir es nicht in die nächste Runde geschafft haben aber manchmal gehören diese Erfahrungen einfach dazu, um als Team zu wachsen – wir werden daraus lernen und bereiten uns jetzt auf das nächste Heimspiel am Samstag gegen München in Worringen vor“, sagte 99ers Coach Mathew Foden nach dem Spiel.

 

Nun gilt es für die Köln 99ers das Pokalwochenende schnell abzuhaken und sich auf die nächste wichtige Aufgabe gegen den USC München vorzubereiten, der ebenfalls im Pokal ausgeschieden ist. Am nächsten Samstag geht es also wieder um 17 Uhr im Sportpark Worringen auf Punktejagd in der RBBL.