Keine Überraschung bei den Rhinos

Copyright: Gero Müller-Laschet
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Am 6. Spieltag der RBBL mussten die 99ers bei den Rhein River Rhinos eine 76:65 Niederlage hinnehmen. Zusammenfassend kann man festhalten, dass uns im 1. und 3. Viertel die Konstanz in den Abschlüssen gefehlt hat und kleine Unkonzentriertheiten in der Verteidigung den Ausschlag gegeben haben. Zudem musste Headcoach Mathew Foden auf einige Line-Ups verzichten, da der  Kölner Topscorer Naohiro Murakami nicht mit von der Partie war, da er mit der japanischen Nationalmannschaft in Japan am Kitakyushu Cup teilnimmt. Ungeachtet dessen zeigten die Domstädter wieder eine gute Teamleistung.   

 

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Teams fanden nach gutem Passspiel den freien Spieler und verwandelten ihre Chancen. Bis zur 5. Spielminute war so ein 7:9 Rückstand aus Kölner Sicht auf der Anzeigetafel. In dieser Anfangsphase zeigte insbesondere Helen Freeman ihre Qualitäten als Schützin und zeichnete für 6 der Punkte. Doch in der Folge wollte für die Kölner kein Feldpunkt mehr gelingen. Bis zum Ende des Viertels zogen die Gastgeber mit einem 11:1 Lauf davon. Nach Wiederanpfiff schraubten die Rhinos ihre Führung zum 24:8 hoch ehe Köln mit einem eigenen 11:3 Lauf dagegen hielt und den Rückstand wieder verkürzen konnte. In den nachfolgenden Minuten bekamen die Zuschauer ein spannendes Spiel präsentiert. Beide Teams zeigten immer wieder gut herausgespielte Aktionen. Köln konnte über Lars Bergenthal mit seinen Distanzwürfen und über Jordan Luce, der immer wieder in der Wiesbadener Verteidigung die richtige Lücke fand, dieses Viertel letztlich mit 21:17 für sich entscheiden.

 

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf. Beide Teams zeigten weiterhin einen ansehnlichen Basketball, mit hoher Schlagzahl wurde auf beiden Seiten eingenetzt. Die 99ers kamen zwischenzeitlich immer wieder bis auf 8 Punkte an die Gastgeber ran. Aber für die Rhinos zeigte Janet McLachlan ihre bekannte Stärke als hochprozentige Schützin. Am Ende wurde sie mit 28 Punkten wie so oft die Topscorerin ihres Teams. Köln konnte die kanadische Ausnahmespielerin in dieser Phase nicht wirklich stoppen und so war sie maßgeblich für das 24:16 Ergebnis im 3. Viertel verantwortlich. Auch der ehemalige Kölner Tommi Lee Gray und Andre Hopp waren an diesem Tag für den Erfolg der Dickhäuter mit jeweils 16 und 17 Punkten ein Garant.

 

Mit einem 61:45 Rückstand ging es dann in die Schlussphase des Spiels. Köln ließ sich von dem Spielstand nicht weiter beeindrucken und kämpfte weiterhin unermüdlich. Nun war es Mari Amimoto die alleine im Schlussviertel 11 ihrer insgesamt 13 Punkte erzielte und von der Wiesbadener Abwehr nicht kontrolliert werden konnte. Auch dieses Viertel verbuchten die Domstädter mit 20:15 für sich. Am 76:65 Sieg der Hessen änderte es schlussendlich nichts mehr aber Kölns Headcoach zog am Ende eine positive Bilanz aus dem Spiel. „Unser Ziel war es, wieder einen Schritt nach vorne zu machen und das ist uns eindrucksvoll gelungen.“ 

 

Nun haben die 99ers, durch den Rückzieher vor Saisonbeginn von den Rolling Devils aus Kaiserlautern, ein freies Wochenende vor der Brust bevor es am 3. Dezember vor heimischem Publikum gegen die BSC Rollis Zwickau um entscheidende Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht.