99ers erspielen souveränen Sieg gegen Zwickau

Copyright: Gero Müller-Laschet
Copyright: Gero Müller-Laschet

Erstmals in der Kölner Vereinsgeschichte konnten die Rheinländer ein Team aus Zwickau im Ligabetrieb schlagen. Die Mannschaft von Headcoach Mathew Foden startete furios und legte somit bereits im ersten Viertel mit einem 20:8 den Grundstein für den späteren 65:51 Erfolg.

 

In der Halbzeitpause zeigten dann auch die Rolli-Rookies zusammen mit Schülern der Anna-Freud-Schule eine kurzweilige Showeinlage. Volker Anneken und Peter Worms von der Gold Kraemer Stiftung konnten sich so ein Bild von der Entwicklung der Rolli-Rookies machen. Die Gold Kraemer Stiftung und Juwelier Kraemer engagieren sich seit 2 Jahren als Partner der Nachwuchsförderung der Köln 99ers.

 

Vormittags hatte die Oberligamannschaft bereits in zwei spannenden Spielen zunächst Bergheim-Neuss United mit 49:41 und den BBC Warendorf mit 50:40 geschlagen.  

 

Ein Spieltag, wie er nicht besser hätte laufen können auch wenn im Laufe der Woche die Vorbereitungen auf dieses wichtige Spiel nicht optimal waren. Jordan Bright konnte aus privaten Gründen nicht antreten. Dafür war Naohiro wieder aus Japan zurück und wurde am Ende zusammen mit Jordan Luce mit jeweils 21 Punkten Topscorer auf Seiten der Domstädter. Bereits im ersten Viertel waren es diese beiden, die von den Zwickauern nicht kontrolliert werden konnten. Zunächst punkteten die Rollers über ihren Neuzugang Jan Gans aber diese Punkte sollten erstmal lange die letzten bleiben. Die 99ers antworteten schnell über Naohiro, Helen und Jordan bis zur 3. Spielminuten mit einem 8:0 Lauf. In der Verteidigung stand das Team gut organisiert und ließ den Gästen kaum Freiräume. Erst in der 4. Spielminute konnte der BSC  über Skucas den nächsten Punkt erzielen. Aber Köln erhöhte nochmal den Druck. Akira Toyoshima leitete mit mehreren Steals und einer starken Verteidigungsarbeit zahlreiche Fastbreaks ein. So stand es bereits nach 8 Minuten 20:4 für die 99ers. Bis zur ersten Viertelpause konnten die Gäste das für sie ernüchternde Ergebnis leicht zum 22:8 korrigieren.

 

Im zweiten Viertel brachte der Kölner Headcoach frische Kräfte aufs Parkett und so nutzten Mari Amimoto und Mareike Miller ihre Chancen, um die Kölner Führung weiter auszubauen. Auch wenn Zwickau nun besser in die Partie fand und das Viertel sogar mit 18:16 für sich entschied, konnten die Gäste der Dominanz der Hausherren nicht viel entgegenbringen. Beim Stand von 38.26 ging es dann in die Halbzeitpause.

 

Nach dem Seitenwechsel fanden beide Teams nicht so recht ins Spiel zurück, so dass die Zuschauer sich mit einer etwas mageren Korbausbeute von 10:6 aus Kölner Sicht begnügen mussten. Das sollte sich dann erst im Schlussviertel ändern. Die Hausherren fanden wieder zu ihrem druckvollen Spiel zurück, sorgten mit schnellen und sehenswerten Spielzügen für Szenenapplaus von den Rängen und bauten den Vorsprung bis zur 37. Minute beim 60:40 bis auf 20 Punkte aus. Ihrem Routinier Rostislav Pohlmann der in den letzten drei Spielminuten 8 Punkte für sein Team erzielte, war es zu verdanken, dass die Zwickauer das Ergebnis wieder etwas korrigieren konnten und dieses Viertel mit 19:17 an die Sachsen ging.  Am Endergebnis sollte dieser kleine Zwickauer Endspurt aber nichts mehr ändern. 

 

Mit diesem wichtigen 65:51 Sieg verschaffen sich die 99ers vor der Weihnachtspause den gewünschten Abstand zu den Abstiegsrängen und halten wieder Anschluss ans Mittelfeld der Liga. Am nächsten Samstag kann das Team in Hamburg ohne Druck frei aufspielen. 

 

Trainer Mathew Foden nach dem Spiel: „ Ich bin sehr glücklich mit dem Sieg. Wir hatten uns von Beginn an vorgenommen das Tempo zu bestimmen – das hat uns auch das nötige Polster für den Rest des Spiels gegeben. Wir haben sie in der Verteidigung gut unter Druck gesetzt und dann mit genügend Selbstvertrauen unsere Würfe genommen. Mir hat sehr gut gefallen, wie aggressiv und intensiv wir gespielt haben.“

 

Für Köln spielten: Mareike Miller (4), Gabriel Kasapoglu, Jelle van der Steen, Helen Freeman (5), Naohiro Murakami (21), Lars Bergenthal, Jordan Luce (21), Patrick Richter, Akira Toyoshima (8), Mari Amimoto (6), Timo Bergenthal