Köln 99ers verlieren nach Verlängerung im rheinischen Duell

Copyright: Gero Müller-Laschet
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Eine mehr als ärgerliche 65:60 Niederlage mussten die Domstädter in Bonn hinnehmen. Nach der regulären Spielzeit (52:52) wurde der Sieger erst nach einer 5-minütigen Verlängerung bestimmt.

 

Die Partie war für beide Teams von großer Bedeutung um wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Entsprechend nervös starteten beide Seiten zunächst mit Fehlwürfen ehe die Gäste erstmals einnetzen. Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch von 2 Teams auf Augenhöhe. 

 

Zur 1. Viertelpause hielten die Kölner mit 12:13 knapp die Nase vorn. Nach Wiederanpfiff waren es erneut die Kölner die 4 Punkte in Folge erzielen konnten aber es gelang nicht, eine deutlichere Führung auszubauen. Zu viele liegengelassene Chancen prägten allerdings dieses Viertel auf beiden Seiten und die Zuschauer mussten sich mit einem mageren 10:12 für Köln zufriedengeben.

 

So ging es mit einem 22:25 für die Gäste in die Kabine. Die Hausherren kamen nach dem Seitenwechsel deutlich besser ins Spiel und übernahmen schnell die Führung und wollten sich keineswegs kampflos geschlagen geben. Doch Köln konnte bis zur 25. Minute seinerseits nun mit einem 8:2 Lauf erneut die Führung zum 28:33 übernehmen. Aber Bonn ließ sich nicht abschütteln: In den folgenden 5 Minuten gelang den Gästen kein Korb aus dem Spiel heraus. Lediglich 3 Punkte von der Freiwurflinie konnten auf das Kölner Punktekonto gut geschrieben werden, während sich Bonn 10 Punkte aufschreiben ließ und somit die Führung in der Partie übernahm.

 

Beim Spielstand von 38:36 wurde das letzte Viertel angepfiffen.  Bonn baute zunächst die Führung zum 40:36 aus. Köln brauchte wieder ein paar Anläufe um zu scoren und schaffte den Anschluss zum 40:39. Doch Bonn hatte postwendend einen 6:0 Lauf als Antwort parat und baute seine Führung zum 46:39 aus. Dies schien wie ein kleiner Weckruf für die Kölner, die nun nochmal eine Schippe drauflegten und sich Punkt um Punkt zurückkämpften.  Wenige Sekunden vor Abpfiff der regulären Spielzeit eroberten sich die Domstädter dann sogar die Führung zum 50:52. Doch Bonn erzielte mit dem letzten Angriff den Ausgleich und erzwang so eine Verlängerung.

 

Leider erwischten die Kölner erneut einen ziemlichen Fehlstart und mussten die Hausherren auf 58:52 davonziehen lassen. Es brauchte wieder einige Wurfversuche ehe Köln zum 60:58 verkürzen konnte. Allerdings sollten die Kölner bis zum Schlusspfiff nicht mehr näher herankommen. Bonn hatte das glücklichere Ende und konnte die Partie zum 65:60 ausspielen.

 

Der einzige Trost nach diesem verkorksten Spiel, war die Tatsache, dass man den direkten Vergleich, im Hinspiel gelang den Kölner ein Sieg mit 12 Punkten Differenz, für sich gewinnen konnte. Nun geht es am nächsten Wochenende mit einem Doppelten Heimspieltag gegen den RSV Lahn-Dill und die Thuringia Bulls weiter.

 

Trainer Mathew Foden nach dem Spiel: “Es tut mir vor allem für das Team leid. Wir haben sehr hart im Training gearbeitet und heute alles gegeben, was wir hatten – wir hätten nur ein bisschen mehr Glück gebraucht. Wir haben heute das ganze Spiel über gekämpft, sehr gut kommuniziert und konstant gut gespielt – ich bin sehr zufrieden. Zwischenzeitlich haben wir etwas zu schnell gespielt und dabei einige schlechte Entscheidungen getroffen, das hat in den entscheidenden Momenten zu der Niederlage geführt. Bonn hatte erkannt, mit welchen Spielzügen sie erfolgreich sind und haben das konsequent genutzt, dafür muss man ihnen gratulieren. Wir treffen jetzt nächstes Wochenende auf die beiden Spitzenteams der Liga: Lahn-Dill und Thüringen. Da können wir ganz entspannt sein und schauen, wie wir das Spiel gestalten können.”